Wie stellen Sie einen Sandfilter für den Pool her?
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Oleksander Leshchenko
- Ratgeber
- 21.04.2025
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Die Wasserfiltration ist ein entscheidendes Element zur Aufrechterhaltung der Sauberkeit in einem Gartenpool. Obwohl auf dem Markt viele professionelle Filtersysteme erhältlich sind, können Sie auch versuchen, selbst einen Sandfilter für den Pool herzustellen. In diesem Artikel stellen wir eine Anleitung vor, wie Sie dies Schritt für Schritt tun. Ein Sandfilter ist für Frame-Pools oder Quick-Up-Pools unerlässlich, da er Verunreinigungen aus dem Wasser entfernt, wie Pollen, Blätter oder feine organische Partikel. Eine geeignete Filtration verhindert die Entwicklung von Algen und Bakterien, was den Nutzungskomfort des Pools deutlich verbessert.
Materialien und Werkzeuge zur Herstellung eines Sandfilters
Für die Herstellung eines hausgemachten Sandfilters benötigen Sie folgende Materialien und Werkzeuge:
- Pumpe
- Blähton
- Fass
- Filtermaterial (z.B. Agrovlies)
- PVC-Winkelstücke
- Schläuche
- Fassdeckel mit Entlüftungsventil
- Flexibles Rohr
- Metallgitter
Bau eines Sandfilters
Der Sandfilter funktioniert nach dem Prinzip des Wasserdurchflusses durch ein Filtermedium, wie zum Beispiel Blähton. Verunreinigungen bleiben in den Filterschichten zurück, und das gereinigte Wasser kehrt in den Pool zurück. Quarzsand eignet sich nicht für einen selbst hergestellten Sandfilter, da seine feinen Partikel die Filterfasern verstopfen können und ein Teil des Sands in den Pool gelangen kann. In diesem Fall empfehlen wir, eine Sandfraktion größer als 1 mm zu wählen und einen zusätzlichen Filter für den Wasserzulauf zu installieren.
Die Grundlage eines hausgemachten Sandfilters ist ein Fass. Es sollte dicht sein, aus langlebigem Kunststoff bestehen und ein Fassungsvermögen von 50 bis 100 Litern haben, abhängig von der Größe des Pools. Wichtig ist, dass es einen stabilen Deckel mit Entlüftungsventil hat, das Sie von einem Schlauch übernehmen können.
Wie stellen Sie einen Sandfilter für den Pool her: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Ausführung
1. Bereiten Sie das flexible Rohr vor und bohren Sie darin Öffnungen, damit das Wasser frei in den Pool fließen kann.
2. Machen Sie eine Ablauföffnung im unteren Teil des Fasses und befestigen Sie darin ein PVC-Winkelstück. Hierfür können Sie einen Lötkolben verwenden, um das Anschlussstück sicher und ohne Spiel oder Spalten zu befestigen. Anschließend verbinden Sie das Winkelstück mit dem flexiblen Rohr, das am Boden des Fasses platziert ist.

3. Befestigen Sie ein Metallgitter auf dem flexiblen Rohr im Fass, das die Filterschichten stützen wird.
4. Fügen Sie die Filterschichten hinzu: Legen Sie Agrovlies auf das Gitter und füllen Sie anschließend Blähton bis zu 1/3 der Fasshöhe ein. Legen Sie auf den Blähton eine weitere Schicht Agrovlies und wiederholen Sie diesen Vorgang, bis das Fass fast voll ist.

5. Sichern Sie das Filtermedium: Damit der Blähton beim Befüllen des Fasses mit Wasser nicht aufschwimmt, können Sie ihn mit einem Metall- oder Kunststoffgitter abdecken, das mit einem Gewicht beschwert wird.
6. Bereiten Sie den Fassdeckel vor, machen Sie darin eine Öffnung und befestigen Sie ein Winkelstück, um den Wasserzulaufschlauch anzuschließen. Setzen Sie den Deckel auf das Fass und sichern Sie ihn mit einer Schelle.

7. Schließen Sie den Wasserzulaufschlauch vom Pool an das obere Winkelstück an und den Wasserrücklaufschlauch zum Pool über die Pumpe. Entlüften Sie das System mithilfe des Entlüftungsventils im Deckel.
8. Überprüfen Sie nach dem Einschalten der Pumpe die Dichtheit aller Verbindungen auf Undichtigkeiten und stellen Sie sicher, dass das Wasser ordnungsgemäß durch den Filter fließt.
Hinweise zur Verwendung eines Sandfilters
- Die Filtration mit einem hausgemachten Sandfilter kann je nach Poolvolumen und Verschmutzungsgrad mehrere Stunden bis zu einem ganzen Tag dauern.
- Das Filtermedium, wie zum Beispiel Blähton, sollten Sie je nach Intensität der Poolnutzung alle 2–3 Monate austauschen. Das Filtermaterial hingegen sollten Sie regelmäßig austauschen.
- Überprüfen Sie regelmäßig die Dichtheit des Systems, die Sauberkeit des Entlüftungsventils sowie die Durchgängigkeit des flexiblen Rohrs und der Winkelstücke. Die Reinigung der Filter können Sie durch Ausspülen mit Wasser oder einfach durch Waschen in der Waschmaschine durchführen.
- Im Inneren des Fasses sollte der entsprechende Druck herrschen, daher muss das gesamte System sorgfältig abgedichtet sein. Wenn die Pumpe nicht in der Lage ist, einen ausreichenden Wasserdurchfluss durch das Fass zu gewährleisten, sollten Sie eine leistungsstärkere Pumpe einsetzen oder die Menge des Filtermediums reduzieren.
Ein hausgemachter Sandfilter kann eine wirtschaftliche Lösung für kleinere Pools sein, jedoch erreicht seine Effizienz nicht das Niveau professioneller Filtersysteme. Eine professionelle Sandfilteranlage mit Pumpe zeichnet sich durch eine Reihe von Merkmalen aus, nämlich:
- Höhere Leistung – professionelle Sandfilter ermöglichen eine schnellere und gründlichere Wasserreinigung.
- Bessere Reinigungsqualität – solche Filter entfernen selbst feinste Verunreinigungen wie Pollen, Kosmetikreste oder Bakterien effektiv.
- Längere Lebensdauer – professionelle Geräte sind aus widerstandsfähigen Materialien gefertigt, wodurch sie robuster gegenüber Beschädigungen und Verschleiß sind und eine deutlich längere Lebensdauer haben.
- Seltenerer Sandaustausch – im Vergleich zu hausgemachten Filtern erfordern professionelle Systeme einen selteneren Austausch des Filtermaterials, was die Betriebskosten senkt.
- Automatische Wartungsfunktionen – Sandfilter sind mit einer automatischen Rückspülfunktion ausgestattet, was die Reinigung und Bedienung erheblich erleichtert.
- Zeitersparnis und Komfort – dank höherer Effizienz und einfacher Wartung sparen professionelle Sandfilter Zeit und sorgen für mehr Komfort bei der Nutzung des Pools.
Wenn Sie Wert auf die höchste Qualität der Wasserreinigung legen, sollten Sie sich mit einem Experten in einem Fachgeschäft für Poolzubehör beraten und in die passende Ausstattung investieren.










